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"Ayendi Roshan - Helle Zukunft" wird im Sommer 2017 zu
"We Refugees" - ein Fotoprojekt mit Geflüchteten, weltweit.
Unser Name ist inspiriert von Hannah Arendts Essay "We Refugees".


Über "Ayendi Roshan" 2016

"Ende des Jahres 2016 wurden die Ergebnisse dieses großartigen Projekts in einer sehr berührenden Ausstellung in der IG Initiativgruppe vorgestellt. (..) Die Flüchtlinge bekamen eine Kamera in die Hand gedrückt und sollten sich gegenseitig fotografieren. Dabei konnten sie erzählen. Wie sie Deutschland sehen und erleben - die Menschen, die Umgebung, das Essen. Und wie es ihnen geht, wenn sie an ihre Heimat denken. (...) Was dabei heraus kam, war voller Poesie, überraschend und bewegend." Weiterlesen: www.kolibri-stiftung.de/helle-zukunft-ayendi-roshan-fotoprojekt

Ein Projekt der Initiativgruppe e.V. www.initiativgruppe.de
Idee und Projektleitung: Ngalula Tumba und Barbara Hartmann
Unterstützt von der Kolibristiftung e.V. www.kolibri-stiftung.de


We Refugees
von Hannah Arendt

In the first place, we don’t like to be called “refugees.” We ourselves call each other “newcomers” or “immigrants.” Our newspapers are papers for “Americans of German language”; and, as far as I know, there is not and never was any club founded by Hitler-persecuted people whose name indicated that its members were refugees.

A refugee used to be a person driven to seek refuge because of some act committed or some political opinion held. Well, it is true we have had to seek refuge; but we committed no acts and most of us never dreamt of having any radical opinion. With us the meaning of the term “refugee” has changed. Now “refugees” are those of us who have been so unfortunate as to arrive in a new country without means and have to be helped by Refugee Committees.

Before this war broke out we were even more sensitive about being called refugees. We did our best to prove to other people that we were just ordinary immigrants. We declared that we had departed of our own free will to countries of our choice, and we denied that our situation had anything to do with “so-called Jewish problems.” Yes, we were “immigrants” or “newcomers” who had left our country because, one fine day, it no longer suited us to stay, or for purely economic reasons. We wanted to rebuild our lives, that was all. In order to rebuild one’s life one has to be strong and an optimist. So we are very optimistic.

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"Wenn ich über das Leben bildlich stark nachdenke, dann sehe ich, dass das Leben voller Höhen und Tiefen ist. Jeder Mensch hat aus verschiedenen Gründen in seinem Leben seine eigenen Probleme oder Stress, aber aus Stolz möchte man niemanden damit belasten. Ich lebe jetzt in Deutschland und habe viele neue Freunde und neue Kulturen kennengelernt und bin darüber sehr glücklich.

Wenn ich an meine Vergangenheit denke, spüre ich eine tiefe Trauer in mir und ich frage mich, warum kein Frieden, keine Sicherheit und keine Gleichberechtigung in meinem Land herrschen und warum wir unser Land verlassen mussten. Wir haben daher unsere Familie, unsere Eltern und unser Land verlassen, damit wir überleben und uns sorgenfrei fühlen.

Wenn ich an die Vergangenheit denke, frage ich mich, warum mein Land solch ein Schicksal getroffen hat. Wir hatten alles, unser Land unsere Familie! aber leider hat uns dieses Schicksal getroffen. Ich kann mich bis zum heutigen Tag gedanklich nicht lösen von den früheren Belastungen und traurigen Erinnerungen. Daher fühle ich mich immer noch nicht wohl und sorgenfrei." ALI R.








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Initiativgruppe e.V. Interkulturelle Begegnung und Bildung,
Karlstr. 50, 80333 München.
Telefon: 089 / 544 6710 E-Mail: ig[at]initiativgruppe.de
Internet: www.initiativgruppe.de


Verantwortlich im Sinne des MDSTV: Barbara Hartmann Tumba

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"Das Leben ist schwierig. Es gibt viele Stufen. Wenn Du eine guteZukunft möchtest, dann musst du immer witer nach oben gehen.Ich fange ganz vorne an in meinem Leben aber ich werde meinen Weg zu Ende gehen." ALI


Wir erzählen im Radio

Ausschnitt der Radiosendung über das Fotoprojekt, gesendet wurde der Beitrag bei Radio Lora München, 21.03.2017: www.youtube.com/lora

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"Ayendi Roshan - Helle Zukunft" Gründungsteam, Sommer 2016




"Ich wünsche mir sehr, dass ich ein Haus habe. Ich meine nicht ein Haus aus Holz und Stein, sondern ein Haus der Liebe, des Friedens, der Ruhe und Sicherheit, aber solch ein Haus haben leider weder ich noch mein Volk. Alle suchen bzw. sehnen sich danach, aber keiner weiß, wann dieser Wunsch eines Tages in Erfüllung gehen wird." AZIM






"Als ich klein war, hatte ich keine Eltern. Ich musste bei meinen Stiefbrüdern als Schafhüter mithelfen und schwere Arbeit verrichten. Ich musste zusehen, wie meine Gleichaltrigen in die Schule gingen und ich war sehr traurig, dass ich nicht auch in die Schule gehen konnte, aber die Realität bzw. Umstände meines Lebens haben es nicht zugelassen. Ich hatte den Wunsch wie die anderen Kindern im Klassenzimmer zu sitzen und zu lernen. Ich bin aber jetzt sehr glücklich, dass mein Wunsch in Erfüllung ging und ich nun ebenso in die Schule gehen und lernen kann. Ich bin zu dem Ergebnis gekommen, dass man früher oder später mit viel Geduld vieles erreichen kann." AZIM




"Es bedeutet den Zusammenbruch unserer privaten Welt"

Hannah Arendt über Flüchtlinge. 1933 floh die politische Theoretikerin Hannah Arendt aus Deutschland. Zehn Jahre später veröffentlichte sie den Artikel "We refugees". Ausgehend von ihrem eigenen Schicksal als Flüchtling entwickelte sie hier erstmals ihre These, wonach Menschsein das Recht bedeutet, Rechte zu haben. Von Thomas Meyer. Weiterlesen: www.deutschlandfunk.de/hannah-arendt-ueber-fluechtlinge


 





"In diesem Dorf: Shurab - bin ich geboren. Hier habe ich 12 Jahre gelebt. Ich bin auch auf dem Bild! Auf dem Bild sieht man meinen Onkel in der Mitte. Aber er ist jetzt auch gestorben. Alle anderen kenne ich auch, meine Nachbarn. Meine Eltern sind schon gestorben. Jetzt bin ich alleine. Alleine. Alleine. Ganz alleine." ALI